Empfehlungen zur richtigen und sicheren Weidetierhaltung

Weidemanagement:

Die Voraussetzung für sich ruhig verhaltende Tiere auf der Weide bildet ein gutes Weidemanagement.

  1. Immer genügend frisches Wasser und Futter bereitstellen
  2. Regelmäßiges Säubern der Weide
  3. Grasaufwuchs mit der richtigen Pflege, z.B. mit Düngungsmitteln und Nachsaaten, erhalten

Sind diese grundlegenden Ansprüche erfüllt, steht den Weidetieren kein Grund zu die Weideflächen zu verlassen. Allerdings können die Tiere auch durch Verkehrslärm, laute Menschen oder Musik und durch andere Tiere aus der Ruhe kommen, und in ihrem Wohlbefinden gestört werden, sodass der Drang entsteht die Weide zu verlassen. Auch wenn die Tiere auf Portionsweiden stehen, damit der Grasaufwuchs sauber abgeweidet werden kann, kann es sein, das die Tiere einen Drang verspüren die Weide zu verlassen. In diesen Situationen ist ein sicherer elektrischer Weidezaun sehr wichtig. Natürlich hilft der Weidezaun aber auch gegen Gefahren von außen, wie der Wildabwehr oder der Abwehr anderer ungebetener Gäste von der Weidefläche.

Weidezaun:

Der Weidezaun muss täglich, sowohl mit dem Auge als auch mit einem geeigneten Zaunspannungsmessgerät kontrolliert werden. Die Spannung des Zauns sollte an verschiedenen Punkten am Zaun gemessen werden. Dabei sollten die Messwerte jeden Tag gleich oder ähnlich sein. Durch den sich ändernden Bodenwassergehalt und evtl. unerwünschten Bewuchs, der für die Ableitung von Energie aus dem Zaun in den Boden sorgt, ändern sich die Messwerte im Laufe des Jahres.

Die wichtigsten Fragen rund um den Elektrozaun im Überblick.

  • Was gilt es grundsätzlich zu beachten?

Wichtig ist: Der Stromkreis sollte so vorbereitet werden, das er durch die Tierberührung geschlossen wird! Anschließend dafür sorgen der Strom im Zaun bleibt und auch nur durch Tierberührung aktiv wird.

  • Wie arbeitet das Elektrozaungerät?

Das Elektrozaungerät bzw. Weidezaungerät sendet kurze Stromimpulse, die den Zaun entlangfließen. Ohne Tierberührung oder Ableitung bleiben die Stromimpulse ungenutzt. Dabei beträgt die Impulsdauer 0,1 bis 0,3 tausendstel Sekunden und der Impulsabstand zwischen 1 und 2,0 Sekunden.

  • Was hat es mit der Erdung auf sich?

Durch den Erdboden und die Erdstäbe wird die Energie wieder in das Gerät zurück geleitet die vorher vom Gerät gesendet wurde. Wenn ein Tier den Zaun berührt, wird der Stromkreis durch die Erdung geschlossen.

  • Was passiert, wenn ein Tier mit dem Zaun in Kontakt kommt?

Bei Zaunkontakt schließt das Tier den Stromkreis. Der vom Elektrozaungerät gesendete Impuls fließt durch das Leitermaterial, den Tierkörper, den Erdboden, den Erdstäben und anschließend wieder zurück in das Elektrozaungerät. Das Tier schließt also den Stromkreis und die Energie fließt. Auf diese Weise wird eine optimale Sicherheit hergestellt, da das Tier den Zaun als Barriere akzeptiert.

  • Joule & Volt

Die Energie die in dem Zaun fließt, wird in Joule angegeben. Je höher der Wert, umso stärker der Stromschlag. Die Spannung des Zauns wird in Volt angezeigt. Die Spannung ist dazu da, das die Energie auf das Tier überspringen kann, da das Fell des Tieres isolierend wirkt.

  • Was ist bei dem Leitermaterial zu beachten?

Das Leitermaterial stellt den eigentlichen Zaun dar, also Bänder, Seile und co. Es transportiert den Strom und bildet somit die Barriere für die Tiere. Umso besser das Leitermaterial leitet, desto mehr Strom fließt durch den Zaun. Das heißt, da zu sparen wäre falsch. Im schlimmsten Fall kann schlechtes Material dafür sorgen, dass sehr viel Energie verloren geht und am Ende des Zauns kein Strom mehr ankommt. Wichtig: Leitermaterial sollte niemals geknotet werden! Dabei würde zu viel Energie verloren gehen. Am besten immer geeignete Verbinder verwenden, damit der Strom komplikationslos fließt.

  • Sollte ich mein Gras am Zaun kurz halten?

Ja! Da zu hohes Gras, zu viel Gras oder auch anderer Bewuchs Energie aus dem Zaun ableitet. Somit verliert der Zaun Energie.

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